Internatsschule Schloss Hansenberg

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Schule

Studienphase Q+

Biochemie am BZH (Uni Heidelberg)

Nachdem wir das schriftliche Abitur überstanden hatten, erwartete uns im April die Q+-Phase, ein Monat abwechslungsreicher Projekte, in denen wir noch einmal anderweitig Erfahrungen sammeln konnten. Im Rahmen eben dieser Projektphase verbrachten wir, zwei Schülerinnen des diesjährigen Abiturjahrganges, eine Woche am Biochemie Zentrum der Universität Heidelberg (BZH).

Am Montagmorgen, den 18. April, wurden wir freundlich von Herrn Prof. W. Nickel begrüßt und in das laufende Forschungsprojekt eingeführt. Der Fokus der AG Nickel liegt auf der Entschlüsselung des molekularen Transportmechanismus, welcher den Wachstumsfaktor/Protein FGF-2 (Fibroblast Growth Factor 2) in den Extrazellularraum befördert. Die Freisetzung solcher Wachstumsfaktoren gewinnt Bedeutung im Kontext der Tumorforschung, da der Zugang entarteter Zellen zum Blutgefäßsystem entscheidend für das Tumorwachstum ist. Dazu setzen diese verschiedene Wachstumsfaktoren frei, die Blutgefäße anregen, die Tumorzellansammlungen mit Nährstoffen und allen voran mit Sauerstoff zu versorgen. Ein derartiger Vorgang der Blutgefäßneubildung wird als Angiogenese bezeichnet. Wichtig in diesem Kontext sind die von den Tumorzellen abgesonderten sogenannten proangiogenen Faktoren (u.a. FGF-2), welche eben den Prozess der Angiogenese bewirken. Aus diesem Grund stellt die Suche nach Inhibitoren gegen FGF-2 eine vielversprechende Rolle in der Krebsforschung und Entwicklung evtl. hemmender Medikamente dar. Priv.-Doz. Dr. Hans-Michael Müller, Forschungsmitglied der AG Nickel, betreute uns die Woche über und machte uns mit folgenden molekularbiologischen und biochemischen Techniken vertraut:

Parallel bekamen wir Einblicke in weitere Techniken kooperierender Institute: Elektronenmikroskopie, TIRF-Mikroskopie, Proteinkristallisation, Screening-Platform des Bioquants sowie Massenspektrometrie. Darüber hinaus hatten wir das Glück zum Zeitpunkt der Unitage Rhein-Neckar in Heidelberg zu sein, sodass wir parallel in verschiedene Studiengänge hineinschnuppern konnten.

Das Praktikum ist sehr empfehlenswert für alle naturwissenschaftlich Interessierten, um einen Einblick in die Life Science Branche und den „Forschungsalltag“ zu erhalten. Biologie- und Chemiekenntnisse sind zwar laut Projektbeschreibung nicht notwendig, aber durchaus hilfreich.

Anna Ehlers, Lara Höhn

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