Internatsschule Schloss Hansenberg

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Schule

Auslandspraktikum

Betriebswirtschaftliches Auslandspraktikum für die Jahrgangsstufe 12 2007

Wir erobern eine Weltstadt – vier Wochen Madrid

„Europa – Weltstadt – Metropole – Spanien – Gute Laune – Spaß – Temperamentvoll – Emotion – Fußball – Championsleague – Erfolg – Weltklasse – Stierkampf – Sommer – Sonne…!“ All das und vieles mehr schießt mir persönlich sofort in den Kopf, wenn ich auf Spanien oder auch Madrid angesprochen werde. Als ich zu Beginn diesen Kalenderjahres Madrid als meinen Praktikumsplatz zugeteilt bekam – mit dem Zusatz Dresdner Kleinwort – wusste ich sofort „Wow, das wird super!“ und verstrickte mich in lauter kleinen Spinnereien über die Stadt, die Arbeit und was ich alles erleben würde.

Insgesamt machten wir uns am 5. Oktober zu viert mit dem Flieger auf den Weg dorthin und konnten uns vor Anspannung kaum mehr halten. Als wir dann aber im wunderbar warmen Spanien gelandet waren und uns schnell auf 28 Grad Celsius umgestellt hatten, wichen Anspannung und Unsicherheit schnell freudiger Erwartung und Zuversicht. Wir wurden von unseren Gastfamilien abgeholt und sofort recht freundlich aufgenommen. Angekommen in dem Haus, das für die nächsten vier Wochen mein zu Hause sein sollte, richtete ich mich zunächst richtig ein und erkundete meine neue Umgebung ein wenig.

Die nachfolgende Zeit war geprägt von vielen aufregenden, angespannten und unheimlich imposanten Erlebnissen – zumindest in der Freizeit. Was das Praktikum selber anbelangt, so war ich ein wenig unterfordert und hätte gerne etwas mehr getan. Allerdings arbeitete ich in der ausgesprochen schön gelegenen Filiale der Dresdner Bank, die zur Investment-Banking Sparte gehört und mitten im Herzen der spanischen Finanzwelt liegt, mit ihrer Niederlassung im 16. Stock des „Torre Europa“. Man genießt von dort aus einen freien Blick auf das „Estadio Santiago Bernabéu“, die Heimspielstätte des weltbekannten Fußballvereins Real Madrid, was mir persönlich sehr imponierte. Tragisch war bloß, dass das Stadion überdacht war und man deshalb nicht ganz hineinschauen konnte.

Inhaltlich gibt es wahrlich nicht mehr Berichtenswertes, allerdings habe ich in meiner Freizeit gemeinsam mit den anderen doch einiges erlebt. So besichtigten wir dank des besonderen Interesses einer meiner Begleiterinnen so ziemlich jedes Museum der Stadt, angefangen beim weltberühmten „Prado“ über das „Thyssen“ bis hin zum Hexenmuseum in der Nebenstraße. Auch Stadtrundfahrten, Parkbesichtigungen und Stadterforschungen auf eigene Faust standen auf dem täglichen Programm. Unsere Wochenendausflüge nach Toledo, Spanien alte Hauptstadt, war mindestens ebenso endrucksvoll wie die Besichtigung Segovias. Beide Städte hatten einiges zu bieten, und da das Wetter auch die gesamten vier Wochen über mitspielte, genossen wir diese Zeiten ausführlich.

Unsere Gastfamilien waren ebenso angenehm zu beurteilen. Man verbrachte gerne Zeit gemeinsam und unternahm auch das eine oder andere zusammen. So waren wir beispielsweise gleich am ersten Wochenende reiten im Madrider Umland oder durften eine Ausgrabungsstädte besichtigen. Ein weiteres persönliches Highlight war definitiv auch die weltbekannte „Rocky Horror Picture Show“. Das englischsprachige Musical wurde mit spanischen Untertiteln in einem riesigen Kino, begleitet von einer tollen Show der gesamten Crew, zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Publikum war unglaublich und die spanischen Schmährufe, typisch für den Ablauf der Show fanden bei allen Beteiligten sehr viel Anklang. Zusammenfassend bleibt mir also nur zu sagen, das Praktikum war inhaltlich nicht sonderlich gut, dafür aber auf kultureller Ebene wunderbar, oder – wie der Spanier sagen würde „Estupendo“!

Fabian Scholz

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