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Chronik

Jugendoffizier Matthias Heller referiert zur Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands

3. November 2016

Die neue Rolle der Bundeswehr im 21. Jahrhundert. Was ist Sicherheit heute?

„Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert – neue Herausforderungen für die Bundeswehr ?!“ So lautete das Thema des erfrischenden Vortrages am Studientag, das der Referent Kapitänleutnant und Jugendoffizier der Bundeswehr, Matthias Heller, zunächst vorstellte und anschließend mit uns diskutierte. Matthias Heller hat nach seinem Abitur zunächst ein Studium der Logistik bei der Bundeswehr abgelegt, und dann die Laufbahn zum Offizier durchlaufen. Heute ist er für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr in Südhessen zuständig.

Der Vortrag gliederte sich in folgende Bereiche:

1. Rechtliche Grundlagen laut Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht

2. Aufgaben und Auftrag der Bundeswehr gemäß des neuen Weißbuches (2016)

3. Aktuelle Einsatzlage der Bundeswehr

4. Vernetztes Handeln (Außenministerium, Innenministerium, Ministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit, Verteidigungsministerium)

Der Zerfall der Sowjetunion, die Globalisierung und das damit in Verbindung stehende Ende des Kalten Krieges ließen nach Heller regionale Konflikte, die zuvor stets unterdrückt wurden, beispielsweise auf dem Balkan, neu eskalieren. Sie zeigten der westlichen Welt z.B. durch den nach 9/11 entstehenden Terrorismus, wie gefährdet unsere persönliche Sicherheit ist und wie wichtig ist es sei, sie umfassend, vernetzt und präventiv in Kooperation mit den Partnern in der EU, der OSZE; NATO und UNO zu sichern.

Und genau hier setzten die neuen Aufgaben der Bundeswehr nach Darstellung des Referenten an: Es gelte nicht mehr primär wie zu Zeiten des Kalten Krieges durch Aufrüstung Macht gegenüber einem definierten Feind zu demonstrieren, sondern die Bundeswehr müsse, als Teil der gesamten Außen- und Sicherheitspolitik, den neuen Gefahren anders, vernetzt und präventiv entgegentreten. Heller nutzte als Beleg hierzu die aktuelle Strategie des Weißbuchs des Bundesministeriums der Verteidigung als Beleg.

Deshalb sei es seit dem Verteidigungsminister Peter Struck die neue verteidigungspolitische Strategie Konflikte im Vorfeld zu vermeiden, entstandene Krisen im Rahmen der UN zu bewältigen, und in Kooperation mit den NGOs Hilfe beim Aufbau zu leisten, so Heller. Primäre Aufgabe der Bundeswehr sei es aber weiterhin, eventuelle äußere Gefahren oder Angriffe auf Deutschland und seine Bürger abzuwenden. Hier erläuterte der Jugendoffizier ausführlich die Basis der Aufgaben der Bundeswehr, abgeleitet aus dem Grundgesetz.

Aus der veränderten Weltlage der Globalisierung des 21. Jahrhunderts ergebe sich auch die politische Idee des „erweiterten Sicherheitsbegriffs“, der inneren Führung und des „Staatsbürgers in Uniform“, welcher sich mit der Bundeswehr, deren Aufgaben und der deutschen Demokratie identifizieren kann und muss.

Für uns Hansenberger war das mal wieder ein rundum gelungener Vortrag, der zum ersten durch überzeugende Inhalte und belebende Rhetorik die Zuhörer zum Nachdenken anregte! Und zum zweiten auch aktuelle Themen wie den Syrien- und Irak-Konflikt, Brexit und die Schwäche der EU nicht vernachlässigte. Und schick und rhetorisch geschickt wirkte der junge Offizier in Ausgehuniform allemal. Ein gelungener, lehrreicher Nachmittag.

Paul Rauh, PoWi-LK- Lehrer in Q 3b

Bilder
Sicherheitspolitischer Vortrag von Jugendoffizier Heller
Sicherheitspolitischer Vortrag von Jugendoffizier Heller
Sicherheitspolitischer Vortrag von Jugendoffizier Heller

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